Über die Methode

All unsre Bewegungen sind erlernt. Nach der Lernphase werden sie uns zur Gewohnheit. Wir müssen nicht mehr nachdenken wie wir uns aufrecht halten, wie wir ein Bein vor das andere setzen, vom Sitzen ins Stehen kommen, oder nach einem Glas Wasser greifen. In diese Gewohnheiten können sich, aus unterschiedlichen Gründen (Verletzungen, Traumata, Irritationen während der Lernphase….), ungünstige Bewegungsmuster einschleichen, die sich durch Verspannungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und dergleichen äußern.
Die Feldenkrais-Methode beschäftigt sich mit dem Bewusstmachen unserer Bewegungsgewohnheiten. Dadurch werden sie uns zugänglich und offen für Veränderungen. Dieser Lernprozess ist ein sinnlicher, kein intellektueller. Durch das Spüren von Bewegungsqualitäten und Bewegungszusammenhängen wird unser Nervensystem zur Selbstorganisation angeregt.

„Ich bin überzeugt, dass die Einheit von Geist und Körper eine objektive Realität ist. Das sind nicht nur einzelne Teile, die irgendwie miteinander in Beziehung stehen; sie bilden in ihrer Funktion ein untrennbares Ganzes. Ein Gehirn ohne Körper könnte nicht denken.“

Moshé Feldenkrais; „Geist und Körper“ 1964

Das Bewegen in der Feldenkrais Methode geschieht in einer spielerischen, forschenden Haltung. Spielen bedeutet dabei im Moment sein, sich mit allen Sinnen dem Augenblick hingeben. Spielen ist nicht zielgerichtet. Kategorien wie Konkurrenz, Leistung oder Effizienz sind dabei nicht von Bedeutung. Spielen bedeutet lebendig sein, spielen bedeutet menschlich sein.


Einzelarbeit-Funktionale Integration®:

Moshé Feldenkrais beschrieb die Einzelarbeit als „Tanz zweier Nervensysteme“. Als Feldenkrais Lehrer stelle ich dem Menschen mit dem ich arbeite, meine Erfahrung im Spüren und Wahrnehmen von Bewegung, im gemeinsamen Prozess des Lernens zur Verfügung. Es ist ein lebendiger Dialog der im Moment entsteht.

In der Gruppe-Bewusstheit durch Bewegung®:

Wird in den Einzelstunden die Aufmerksamkeit durch sanfte Berührung und Bewegung gelenkt, so geschieht dies in den Gruppenstunden durch die Sprache.
Das achtsame Bewegen bringt uns ins Hier und Jetzt und eröffnet einen ganz persönlichen Erfahrungsraum. Es ist ein sinnliches Eintreten in das Universum unserer Bewegungsmöglichkeiten


Für Moshe Feldenkrais, dem Begründer der Methode, war jede menschliche Handlung ein komplexes Zusammenspiel von vier grundsätzlichen Komponenten:

  • Bewegung

  • Sinnesempfindung

  • Emotion

  • Denken

Um nun eine Handlung zu verändern, muss an mindestens einer dieser Komponenten angesetzt werden. Ändert man einen Teil dieses Systems, hat dies auch Auswirkungen auf seine Gesamtheit.

Die Feldenkrais Methode versteht sich als ganzheitlicher Lernansatz. Dabei wird die Bewegung als Medium zum Erkennen des eigenen Handelns verwendet.
Durch das spielerische Umgehen mit uns selbst, können festgefahrene Haltungen bzw. Bewegungsmuster bewusst gemacht und verändert werden.


„Unser individuelles menschliches Bewusstsein entsteht mit unserem Körperbeswusstsein, wenn wir als Kinder unseren Körper erfahren und ihn annehmen als den Bereich all unserer Möglichkeiten, während wir lernen, mit uns selbst und mit anderen in Sprache zu leben. Dieser Prozess verläuft nur dann als normales Entwicklungsgeschehen, in dem das Kind zu seiner sensomotorischen, emotionalen und intellektuellen biologischen Fülle heranwächst, wenn das Kind in dem unerschütterlichen Vertrauen leben kann, das das totale Angenommenwerden durch seine Eltern mit sich bringt.

Das ist keine phantastische Behauptung, unsere körperlichen Dynamiken (die Physiologie unseres Körpers) sind nicht die gleichen im Zustand des Vertrauens und im Zustand des Zweifels oder des Misstrauens, und der Körper eines Kindes (und natürlich auch sein Nervensystem) entwickelt sich unterschiedlich im einen oder im anderen Fall. Diese wechselseitige Abhängigkeit unserer Körperdynamik von der Dynamik unserer Zwischenmenschlichen Beziehungen, von Angenommen- und Abgelehntwerden, von Vertrauen und Misstrauen, bleibt während unseres ganzen Lebens bestehen.“  

Humberto R.Maturana, Gerda Verden-Zöller „Liebe und Spiel“ 1993

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